01 Nov
Content Audit

Content Audit: Was Sie beim Content Planen beachten müssen?

Jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass Team-Arbeit auch bei der Content Planung sehr wichtig ist. Deswegen brauchen Sie mindestens eine Person in jeder Abteilung, welche die Unternehmensmission mitträgt und verstanden hat. So entwickeln Sie das „Netzwerk der Kümmerer“, was auch der eigentliche Kernpunkt einer qualitativen und kontinuierlichen Content Planung ist. Dabei sollten alle Kollegen inhaltlich mitgenommen sowie regelmäßige Reaktionsmeetings abgehalten werden, damit alle auf dem neuesten Stand bleiben. Was müssen Sie nun über den Content Audit wissen?

Voraussetzungen für erfolgreiches Content Audit

Beim Content Audit im B2B Bereich sollte den produzierenden Personen über den Erfolg des erstellten Contents unbedingt Feedback gegeben werden, denn so schärft man das Bewusstsein der Content-Autoren und gibt ihnen das Gefühl etwas Besonderes zum Erfolg des Unternehmens geleistet zu haben. Allerdings müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein, bevor ein Content Audit der verfügbaren Inhalte im Unternehmen durchgeführt wird, sowie die anschließende Content-Planung, darunter:

1. Entsprechende Buyer Personas definieren – Hier sind repräsentative sowie idealisierte Kundenprofile gemeint. Die detaillierten Kundenprofile entstehen auf Basis von Interviews und Marktforschung mit Stammkunden. Dabei werden Aspekte wie tägliche Herausforderungen, Verantwortlichkeiten und Informationsbeschaffungsverhalten berücksichtigt.

2. Grundlegendes theoretisches Framework definieren – In welchem Rahmen die Inhalte zusammengestellt werden.

Content planen und spätere Nutzungsmöglichkeiten einschätzen

Nun steht das Thema Content Audit für die Unternehmensinhalte auf der Tagesordnung. Wie bei einem ganz gewöhnlichen Audit wird auch hier am Anfang der qualitative Ansatz gefragt. Dann geht man rüber zu der konkreten Content-Planung bzw. Einschätzung der späteren Nutzungsmöglichkeiten. 

Wurden beide Punkte zusammengefügt, bekommen Sie die folgende Auflistung der Aspekte:
– Ausgangssprache
– Ausgangsformat
– thematisierte Produkte
– Veröffentlichungsjahr
– Umfang
– Zielthema
– Zielformat
– Zielmärkte
– Kategorie
– Persona/s
– potenzielle Content-Typen
– Anpassungsaufwand

Bei der Content-Planung im B2B Bereich ist vor allem das richtige Modell von entscheidender Bedeutung. Dank eines passenden Modells lässt es sich schon bei der Materialsichtung einschätzen, für welche Contentart sich das Material eignen würde.

Vorteile vom Content Audit

Die Inhalte werden beim Content Audit grob als nutzlos, wirksam oder wertvoll klassifiziert, wobei ein Content Audit viele Vorteile mit sich bringt, unter anderem:
– das Unternehmen steigert die Relevanz des gesamten Content-Portfolios,
– entdeckt weiteres Optimierungspotenzial,
– gibt neue Anreize für die Content-Planung und Marktpositionierung,
– durch die Pflege und Korrektur gewinnt der Content kontinuierlich an Mehrwert und Relevanz.

Content Audit – wie funktioniert es?

Die Funktionsweise eines Content Audits kann man in 5 Schritte aufteilen:

1. Ziele festlegen, indem man festsetzt, welche Fragen man beantwortet haben will. Zum Beispiel, welche Informationen sollen beim Content Audit analysiert werden oder warum das Content Audit durchgeführt werden soll?

2. Umfang der Inhalte festlegen: Ein Content Audit kann sowohl nur für Teilbereiche erfolgen als auch für die komplette Webseite. Sollen zum Beispiel alle Inhalte aus einem bestimmten Zeitraum, alle Seiten einer Kategorie, alle Leistungsseiten oder ein Teilbereich der Seite analysiert werden?

3. Content Inventory (quantitative Analyse): Hier wird eine Übersicht mit allen durch den Umfang festgelegten Inhalten erstellt. Bei einem überschaubaren Umfang, kann auch eine Excel-Tabelle angelegt werden. Crawling Tools nutzt man bei größeren Inhaltsmengen. Mit Angaben aus Analytics-Systemen wird die Auflistung der Inhalte ergänzt.

4. Bewertung (qualitative Analyse): Bei der qualitativen Analyse geht es um die Bewertung aller aufgelisteten Inhalte. Zum einen ist es hier wichtig zu überprüfen, ob mit dem Inhalt die festgelegten Ziele erreicht werden können. Anderseits soll der Inhalt auch selbst bewertet werden.

5. Auswertung der Daten und Handlungsempfehlungen: Am Ende werden die analysierten Daten ausgewertet und Schlussfolgerungen daraus gezogen. Sie werden vermutlich in vielen Fällen feststellen, dass die Inhalte einen noch größeren Mehrwert für die Zielgruppe durch eine mehr oder weniger umfangreiche Überarbeitung darstellen.